Eschacher SPD will Schranken dauerhaft schließen

Der Bahnübergang in Weißenau soll nach dem Willen der Eschacher SPD für den privaten Verkehr unpassierbar gemacht werden. Das hat SPD-Ortschaftsrat Rainer Frank am Freitagabend erklärt. Zahlreiche Bürger waren auf Einladung der SPD zu einer Diskussionsrunde im Vereinsheim der Weißenauer Narrenzunft gekommen.

Weiterhin sorgt die Verkehrssituation in Weißenau für politischen Zündstoff. Besonders im Bereich der Bahnhofstraße, aber auch in der gesamten Ortschaft herrsche zu viel Verkehr, beklagten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am Freitagabend einmal mehr. Insbesondere schwere Lastwagen und große landwirtschaftliche Maschinen, aber auch jede Menge private Autos brummten jeden Tag durch die Bahnhofstraße, so die verärgerten Anwohner. Viele Fahrer nutzten den Weg über den Bahnübergang, um zu den Betrieben im Gewerbegebiet Mariatal zu gelangen oder um sich den Umweg über die stark befahrene Kreuzung beim "Kaufland" zu sparen. Dort müssen sich Autofahrer häufig in Geduld üben, besonders wenn sie Weißenau verlassen wollen.

Lädensterben in Ravensburg

"Die Stadt verliert ihre Unverwechselbarkeit"

Das Schild an der Tür in der Eisenbahnstraße 14 hat Symbolcharakter: Das Modegeschäft Rosy Hamm schließt zum Jahresende, heißt es da, "nach 35 Jahren in Ravensburg". Wieder eines. "Immer mehr alteingesessene Läden in der Innenstadt geben auf", sagt Gisela Müller. Die Stadträtin sieht die Entwicklung mit großer Sorge.

Sport-Specht, Schuhhaus Keckeisen, Schuh-Mayer, Metzgerei Grüninger, das "Unikart", jetzt Mode-Hamm - so unterschiedlich wie die Geschäfte, so unterschiedlich sind auch die Gründe für die Geschäftsaufgabe. Doch alle Inhaber haben innerhalb der vergangenen zwölf Monate den Schlüssel im Schloss zum letzten Mal herumgedreht. "Wir müssen aufpassen, dass wir auf dem richtigen Weg bleiben, dass uns da nicht eine Entwicklung überrollt", sagt Gisela Müller, die von weiteren drohenden Schließungen beispielsweise in der Eisenbahnstraße und in der Rosenstraße weiß. Ravensburg verliere derzeit unwiederbringlich ein Stück seiner Unverwechselbarkeit und schaffe sich damit dauerhaft neue Probleme.

Neubaugebiet Kohlenberg: Rat lockert Plan weiter

Erneut gibt es einige Änderungen am umstrittenen Bebauungsplan „Obere Friedhofstraße/Kohlenberg“. Im Ravensburger Neubaugebiet sind jetzt Häuser erlaubt, die mehr Energie verbrauchen als geplant. Der Gemeinderat verabschiedete mit knapper Mehrheit von CDU und Freien Wählern.

Kritik an Piepser am Konzerthaus

750 Euro kostet das Gerät, das mit extrem hohen Tönen unliebsame Jugendliche vertreibt und das bis vergangenen Freitag am Ravensburger Konzerthaus in Betrieb war. Montiert worden ist es von städtischen Angestellten, bezahlt wurde es aus dem Budget für die Unterhaltung des Konzerthauses. Von mehreren Seiten wird Kritik laut....

...Wahrscheinlich ist, dass die Geschichte ein Nachspiel im Gemeinderat haben wird. „Das ist ein unmöglicher Vorgang. Es kann doch nicht sein, dass eine Entscheidung von solcher Tragweite in eigener Zuständigkeit von Angestellten geregelt wird“, sagt SPD-Fraktionschef Manfred Liebermann. „Nächstens gibt es in Ravensburg Fußfallen gegen Graffiti-Sprüher.“ Liebermann fordert, den regulären Dienstweg einzuhalten: Wenn es ein Problem am Konzerthaus gebe, dann müsse man zunächst diskutieren, welche Maßnahmen denkbar seien – und welche davon zulässig.

Aus der Schwäbischen Zeitung

SPD will die Oberstadt nachts sperren

Die SPD-Fraktion im Ravensburger Gemeinderat will den abendlichen und nächtlichen Autoverkehr in der Oberstadt drastisch reduzieren. Geht es nach den Sozialdemokraten, so sollen einige Straßen von 20 bis 6 Uhr nur noch
von Anwohnern genutzt werden dürfen.