SPD-Bürgerdialog: Straßensanierung und Baugebiete beschäftigen die Weißenauer

Dem Bürgerdialog in Weissenau war ein Besichtigungsrundgang im Sanierungsgebiet vorausgegangen.

Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern im Wohnquartier sind eine wichtige Grundlage für sozialdemokratische Politik in der Stadt Ravensburg. Dieses Fazit zieht der SPD-Ortsverein aus dem Bürgerdialog, zu dem die SPD am Donnerstag nach Weissenau eingeladen hatte. Es gelte, die Sorgen und Nöte der Anwohner zu hören. „Gleichzeitig“, so betont Manfred Ströhm, der Vorsitzende des Ortsvereins, „nehmen wir wertvolle Anregungen für die Arbeit im Gemeinderat und im Ortsverein mit.“

Ein Dauerthema: Wohnen in Ravensburg

In seiner Sitzung vom 21.03. hat der Gemeinderat wieder Entscheidungen getroffen, die die Wohnungsnot -wenn auch nur ganz leicht- lindern werden.

Zum Einen wurde beschlossen zum 01.05.2017 einen neuen qualifizierten Mietspiegel zu erstellen, nachdem derjenige aus 2013 zunächst 2015 für zwei Jahre fortgeschrieben worden war und sich bewährt hatte. Zum Anderen wurden bei den Bebauungsplänen „Bavendorfer Straße in Oberzell“ (ehemalige Schreinerei Müller) und Ziegelstraße 13 bis 17 (derzeitiges Postgelände) die Satzungsbeschlüsse gefasst. Schließlich wurde für die Grundstücke Seestraße 31 und 34 (ehemaliges Baudezernat) der Auslobungstext für den Investoren- und Planungswettbewerb verabschiedet. Darin ist vorgesehen, dass sich die Stadt für 20% der zu schaffenden Wohnfläche ein 15-jähriges Belegungsrecht vorbehält. Jeder dieser Schritte ist für sich genommen klein, zusammen bilden sie jedoch einen wertvollen Baustein zur Schaffung eines angemessenen Wohnraumangebots in unserer Stadt.

SPD-Forderung an die Stadt: Tariftreuegesetz einhalten

Insgesamt 215 000 Euro Portokosten hat die Stadt Ravensburg im vergangenen Jahr bezahlt. Diese Summe erfordert, dass die Vergabe von Postdienstleistungen jetzt europaweit ausgeschrieben werden muss. Der Gemeinderat hat dem zugestimmt.

Der SPD-Ortsverein fordert von der Stadt eine faire Vergabe des Auftrages. Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist es nämlich nicht damit getan, den günstigsten Anbieter für diese Dienstleistungen auszusuchen. Im Land Baden-Württemberg gilt seit Mai 2012 für alle Kommunen und das Land das Tariftreuegesetz. Das besagt, dass die öffentliche Hand nur Dienstleister beauftragen darf, die ihren Beschäftigten den von den Tarifpartnern ausgehandelten Lohn auszahlen. Damit wird Lohndumping entgegengewirkt.

Neubau der Schule und Sanierung der Baudenkmale in Weissenau in den Startlöchern

Rainer Frank, SPD-Stadt- und Ortschaftsratrat

Im Sommer 2012 (!) hatte die SPD Fraktion den Antrag zur Umformung des bestehenden Gewerbegebietes in ein Mischgebiet eingebracht, um auch Wohnungsnutzung im Sanierungsgebiet zu ermöglichen.

Mit der Ansiedlung der „Gotthilf Vöhringer Schule“ im Neubaubereich und der Schaffung von circa 42 Wohnungen durch die Sanierung der erheblich geschädigten, denkmalgeschützten Gebäude,  hat sich unser Ansatz letztlich als richtig erwiesen.

Es war und ist beinahe unglaublich, mit welchen Forderungen, Behauptungen und gezielten Falschaussagen seitens einer Person, das Bebauungsplanverfahren an die Wand gefahren werden sollte.

Oder sollte man sagen, die Investoren zur Aufgabe gedrängt werden sollten, wozu sie von Herrn Höflacher selbst in der Ortschaftsratsitzung öffentlich und direkt aufgefordert wurden.

„Im guten Sinne ein Menschenfänger“: Gönner und seine Gaben

Fast ein Vierteljahrhundert regiert er Ulm: Oberbürgermeister Ivo Gönner räumt nun den Rathaussessel. Ein Besuch bei einem der dienstältesten Oberbürgermeister Deutschlands.