Standpunkte
Am 23. Mai 1863 begann eine Geschichte, die das Leben von Millionen Menschen nachhaltig verbessert hat. Seit über 160 Jahren steht die Sozialdemokratie für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Auch wir als SPD Ravensburg blicken mit Stolz auf diese Tradition zurück. Doch wir ruhen uns nicht auf der Geschichte aus: Sie ist unser Ansporn, uns weiterhin mit voller Kraft für eine soziale Politik in unserer Stadt einzusetzen.
Die Corona-Zeit wird wohl zu den Erinnerungspunkten in den vergangenen Jahrzehnten gehören, an die wir uns erinnern werden, so wie an dien Öffnung der Mauer oder 9-11. Diese zurückliegenden Wochen und Tage werden das Denken der Menschen verändern. Eine ganze Gesellschaft hat ihre Gangart der vergangenen Jahrzehnte verändert. Hat doch zum einen diese Krise gezeigt, wie schwierig es ist, die Menschen bei politischen Entscheidungen "mitzunehmen" und diese Schritte zu erklären. Immer ist es eine "Gradwanderung", bei der nie alles richtig läuft. Unsere Gesellschaft und die politisch Handelnden werden nach der Öffnung die Frage gefallen lassen müssen, war das Herunterfahren des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens richtig und dann die schrittweise Öffnung?
„Standuhr am Frauentorplatz steht“ vom Dienstag, 31.03.2020
Die Corona-Pandemie hat auch Ravensburg fest im Griff. Behörden, Ämter, zahlreiche Organisationen und auch ganz viele Privatpersonen engagieren sich, um in der Gemeinschaft diese schlimme Zeit zu überstehen und bei Bedarf andere Menschen zu unterstützen und zu helfen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben zusammen mit ihren jeweiligen Vorgesetzten sicher alle Hände voll zu tun, Vorkehrungen zu treffen, falls uns das Corona-Virus noch schlimmer heimsucht. Man kann auch von weiteren Präventivmaßnahmen und Notfallplänen sprechen, die bei Bedarf bereit stehen müssen.
Als Bürgerin gehe ich davon aus, dass sich unsere gewählten Vertreterinnen und Vertreter im Gemeinderat in dieser Situation einbringen und ihren Solidarbeitrag leisten. Das scheint aber nicht bei allen der Fall zu sein. Es überraschte mich schon sehr, mit einem Bild konfrontiert zu werden, auf dem Stadtrat Rolf Engler die von ihm beantragte und jetzt aufgestellte Uhr am Frauentorplatz präsentierte. Falls die vermeintlich fehlende Uhr das derzeit größte Problem von Herrn Engler ist, kann er jetzt hoffentlich ablesen, welche Stunde geschlagen hat.
Ingrid Staudacher, Ravensburg