Eschacher SPD will Schranken dauerhaft schließen

Der Bahnübergang in Weißenau soll nach dem Willen der Eschacher SPD für den privaten Verkehr unpassierbar gemacht werden. Das hat SPD-Ortschaftsrat Rainer Frank am Freitagabend erklärt. Zahlreiche Bürger waren auf Einladung der SPD zu einer Diskussionsrunde im Vereinsheim der Weißenauer Narrenzunft gekommen.

Weiterhin sorgt die Verkehrssituation in Weißenau für politischen Zündstoff. Besonders im Bereich der Bahnhofstraße, aber auch in der gesamten Ortschaft herrsche zu viel Verkehr, beklagten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am Freitagabend einmal mehr. Insbesondere schwere Lastwagen und große landwirtschaftliche Maschinen, aber auch jede Menge private Autos brummten jeden Tag durch die Bahnhofstraße, so die verärgerten Anwohner. Viele Fahrer nutzten den Weg über den Bahnübergang, um zu den Betrieben im Gewerbegebiet Mariatal zu gelangen oder um sich den Umweg über die stark befahrene Kreuzung beim "Kaufland" zu sparen. Dort müssen sich Autofahrer häufig in Geduld üben, besonders wenn sie Weißenau verlassen wollen.

SPD geht mit Programm ins Rennen

Die Kreispolitik und der Entwurf des Kreiswahlprogramm der SPD zu den Kommunalwahlen im Juni 2008 haben am Samstag im Mittelpunkt des SPD-Kreisparteitages in Wolfegg gestanden. Die Perspektiven einer zukunftsfähigen SPD-Kreispolitik ruhen auf den Säulen sozial, ökologisch, wirtschaftlich, heißt es in der Präambel.

"Die SPD war immer eine Programmpartei und in ihren Aussagen nie beliebig", sagte der Kreisvorsitzende Rudolf Bindig. "Der Wähler soll ein Programm wählen und nicht Personen wie bei den Freien Wählern, die für alles und nichts stehen", bekräftigte er die Wichtigkeit eines aussagekräftigen Wahlprogramms, das allen SPD Kandidaten und Mitgliedern als Grundlage im kommenden Wahlkampf dienen soll.

Der Fokus im Bereich Soziales liege auf dem Ausbau präventiver Maßnahmen im Jugendhilfe- und Suchtbereich, der Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden, beim Jugendzentrum AHA und der Arbeit des Kreisjugendringes, erläuterte Kreisrat Hans-Dieter Schäfer. Druck soll für den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren gemacht werden. Einen Schwerpunkt legt das SPD-Programm auf die Integration von Migranten durch Sprachförderung bereits im Kindergarten, die Förderung benachteiligter Jugendlicher und die Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit. Im kreiseigenen Aktionsprogramm "Fit for Family" sollte die Arbeit verstärkt auf Alleinerziehende, Migranten und Familien in Notlagen eingesetzt werden. "Nicht vergessen werden sollte bei all den Förderungspunkten die Wiedereinsetzung einer Frauenbeauftragten", meldete sich Renate Schön vom Ortsverein Weingarten zu Wort.

Die SPD steht hinter der Übernahme des Klinikverbundes OSK durch den Landkreis für eine Standortsicherung der bestehenden Krankenhäuser und eine gute kreisweite Versorgung im Verbund mit der OSK. "Es ist ein gewaltiger finanzieller Kraftakt mit rund 200 Millionen Euro, der uns die nächsten zehn Jahre beschäftigen wird, und die Kreisverschuldung wird gewaltig steigen", sagte Kreisrat Peter Clement, "aber es ist die einzige Möglichkeit, die kleinen Krankenhäuser auf Dauer zu erhalten.

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