Martin Gerster, SPD- Bundestagesabgeordneter für den Wahlkreis Biberach, ist auf Einladung des SPD-Ortsvereines gestern nach Gaisbeuren ins Gasthaus Adler gekommen, um sich über die Verlegung der Bundestraße 30 bei Gaisbeuren zu informieren. Der Ortsverein wollte damit „ein bisschen Druck auf Bürgermeister Weinschenk machen“, wie Emil Kaphegyi, SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, vor dem Treffen sagte. Seit Jahren bemüht sich die Stadt darum, dass mit den Planungen für eine Ortsumfahrung begonnen wird. Doch derzeit befindet sich das Projekt nur im erweiterten Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes. Damit hält der Bund kein Geld für Planungen bereit. Gerster sagte: „Ich habe den Eindruck, dass die B 30 im nördlichen Bereich bei Biberach ertüchtigt wird, im Bereich südlich von Ravensburg ist man noch dabei.“ Dadurch werde die B 30 noch attraktiver, auch für Lastwagen. „Dabei wird Gaisbeuren aber zum Pfropf in der Flasche.“
(VOGT/gh) Otto Ziegler, vor einem Jahr zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt, legte seinen ersten Tätigkeitsbericht ab. Zuvor aber gab es etwas zu feiern, was nicht alltäglich ist. Otto Ditz vom Ortsverein Wolfegg ist seit 50 Jahren Mitglied der SPD und seit 40 Jahren dort als Kassier tätig. Bodo Rudolf, der dem Jubilar Urkunde und Willi-Brandt-Ehrenmedaille überreichte, ließ im Zeitraffer die politischen Ereignisse Revue passieren. Als Ditz im Juli 1928 geboren wurde, war Hermann Müller von der SPD Reichskanzler. Als Ditz 1960 Mitglied der SPD wurde, war Willi Brandt regierender Bürgermeister in Berlin. In Baden-Württemberg war die SPD im steten Aufwind. Mit 35,3 Prozent lag sie nur 4,2 Prozent hinter der CDU.