Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kreis Ravensburg fordert ein neues Gleichstellungsgesetz und unterstützt damit Sozialministerin Katrin Altpeter, die das Chancengleichheitsgesetz für den öffentlichen Dienst aus dem Jahr 2005 derzeit überarbeitet. Ravensburg könnte demnach als einzige Stadt im Landkreis eine eigenen Gleichstellungsbeauftragte bekommen.
SPD-Generalsekretärin Katja Mast hat das heute vom Landtag beschlossene Bildungszeitgesetz als „einen Meilenstein auf unserem Weg zum Musterland für gute Arbeit“ bezeichnet. „Die Bildungszeit zeigt: Für uns gehören gute Arbeit, gute Bildung und gute Wirtschaft zusammen. Außerdem wird dadurch unser Ehrenamtsland erheblich gestärkt. Dieses Gesetz ist eine echte Investition in die Zukunft Baden-Württembergs und sorgt dafür, dass unser Land auch Familienland bleibt“, sagte Mast.
Im Kreis Ravensburg ist am Samstag die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) wiedergegründet worden. Die Gründungsversammlung wählte Heike Engelhardt, stellvertretende Vorsitzende des Ravensburger SPD-Ortsvereins, einstimmig zur ihrer Vorsitzenden.
„Internationaler Frauentag 2015. Und wo sind die Frauen?“, fragte Heike Engelhardt bei der ASF-Veranstaltung. Während auf Bundesebene die gesetzliche Frauenquote für Führungspositionen im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft verabschiedet wurde, fristen Frauen in der Politik im Süden der Republik noch immer ein Schattendasein. Sei Baden-Württemberg das Schlusslicht, was den kläglichen Frauenanteil von gerade rund 20 Prozent im Landtag betreffe, so sehe es im Landkreis Ravensburg noch schlechter aus. Im Kreistag finden sich zehn Prozent Frauen. Im Ravensburger Stadtparlament beispielsweise hätte sich von den sechs Fraktionen gerade eine für eine Frau als Vorsitzende entschieden.
Zum kommenden Schuljahr 2015/2016 werden 112 weitere Grundschulen mit dem neuen Ganztagskonzept starten. Diese Zahl hat Kultusminister Andreas Stoch heute auf einer Landespressekonferenz bekanntgegeben: „Die neue Ganztagsschule ist eine qualitative Weiterentwicklung der Grundschulen im Land. Das Konzept kommt gut an vor Ort, da es flexibel ist und die Schulen noch stärker für außerschulische Partner öffnet.“