Das alljährliche Treffen der SPD-Gemeinderatsfraktionen der Städte Ravensburg und Friedrichshafen fand in diesem Jahr in Friedrichshafen statt.
Der dortige Fraktionschef Roland Frank begrüßte die komplette SPD-Fraktion aus Ravensburg. Wie immer standen im Mittelpunkt des kommunalpolitischen Erfahrungsaustausches auch künftige Projekte der Zusammenarbeit im gemeinsamen Oberzentrum.
Mit großer Zufriedenheit blickten beide Vertretungen auf gemeinsame „Erfolgsgeschichten“ wie die Bodenseeoberschabenbahn (BOB) oder die Berufsakademie (BA), deren Technologiezentrum in FN-Fallenbrunnen, einem ehemaligen Kasernengelände, laut Frank „gigantische Zuwachszahlen“ schreibt.
Mit Bedauern registrierten die Vertreter vom See die Tatsache, dass sich Ravensburg bislang noch nicht zu einer Beteiligung am Regionalflughafen entschließen konnte. Fraktionssprecher Liebermann verwies auf eine gemeinsame Beteiligung des Landkreises bzw. des Gemeindeverbandes Mittleres Schussental.
Ganz vorne der Wunschliste steht der vollständige Ausbau der B30, wobei die Ravensburger ihre Hausaufgaben als gemacht betrachten. Weiter verfolgt werden sollten auch interkommunale Projekte wie etwa ein gemeinsames Gebäudemanagement oder eine zentrale Gehaltsabrechnung.
Gemeinsam wurde auch überlegt, wie man trotz der gescheiterten IGA-Pläne eine sinnvolle und finanziell überschaubare Entwicklung von Umwelt und Naturbereich vorantreiben könnte.
Mit großem Interesse vernahm die SPD-Fraktion aus Ravensburg die Gründe für die Abschaffung der unechten Teilortswahl in Friedrichshafen. Ortsverwaltung-/Ortsvorsteher bleiben erhalten, das Wahlsystem werde einfacher und das Ratsgremium werde verkleinert. Dies, so Roland Frank, seien einige Gründe, dass die unechte Teilortswahl landauf – landab abgeschafft würde.
Ein positives Signal nahmen die Ravensburger Gäste auch in Richtung Zusammenarbeit der Krankenhäuser mit, wobei die Häfler Vertreter nicht ohne Stolz auf ihre „schwarzen Zahlen“ verwiesen.
Gemeinsam war man der Ansicht, dass in allen genannten Bereichen und in weiteren zukunftsorientierten Projekten ein Mehr an Verständigung und Zusammenarbeit durchaus im Interesse beider Partner sein müsse.
„Die Kirchtürme müssen noch kleiner werden“, lautete das Resümee.