Erinnern heißt Handeln
Der Beginn der Novemberpogrome jährt sich am 9. November zum 87. Mal. In dieser Nacht im Jahr 1938 setzten die Nazis und ihre Verbündeten in ganz Deutschland Synagogen in Brand, zerstörten jüdische Geschäfte und Wohnungen, schändeten Friedhöfe, misshandelten, entführten und töteten Menschen.
Diese Nacht markierte den vorläufigen Höhepunkt der staatlichen Gewalt gegen Jüdinnen und Juden, ein Datum auf dem Weg von Entrechtung hin zur systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa.
Die Gewalt und die Angst, die nicht nur in dieser Nacht durchlebt werden mussten, betrifft Menschen, ihre Leben, Persönlichkeiten und Geschichten.
Anders als sechs Millionen Jüdinnen und Juden, deren Leben im Holocaust gewaltsam beendet wurde überlebten Hilda und Siegfried Sondermann. Wir erinnern heute an all jene, die von den Nazis und ihrem Terror verfolgt, entrechtet, deportiert und ermordet wurden.
Erinnern heißt Handeln. Denn nur durch aktives Erinnern handeln wir entschieden gegen jeden Antisemitismus. Hass darf niemals siegen. Lasst uns Taten zeigen, nicht nur heute, sondern an jedem Tag.
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