Digitalisierung und Arbeit 4.0 bei der Sozialistischen Bodenseeinternationale

Veröffentlicht am 30.03.2018 in Bundespolitik

Um Chancen und Risiken der Digitalisierung und Herausforderungen für Sozialdemokrat*innen im Hinblick auf die damit einhergehenden Veränderungen in der Arbeitswelt hat sich die Sozialistische Bodenseeinternationale auf ihrer Frühjahrstagung in Bregenz befasst. Die Schweizer Nationalrätin Edith Graf-Litscher zeigte in einer begeisternden, freien Rede die Chancen auf, die sich mit zunehmender Digitalisierung ergeben.

Freilich warnte sich davor, allzu blauäugig der neuen Technologie zu vertrauen. Die Sozialdemokratin warb dafür, dass sich Genoss*innen einbringen in die Diskussion und die Veränderungen aktiv zum Wohle der abhängig Beschäftigten mitgestalten. Angesichts zunehmender freiberuflichen Tätigkeiten forderte sie, Sozialversicherungsbeiträge auch in diesen neuen Arbeitsformen entrichten zu können und zu sollen. Insgesamt hob die sympathische Schweizerin darauf ab, dass Digitalisierung von Menschen für Menschen bewerkstelligt werde und betonte Menschlichkeit als sozialdemokratische Aufgabe. Welf Schröter vom „Forum Soziale Technikgestaltung“ des DGB Baden-Württemberg, zeigte technologischen Wandel auf und zeigte auf, wie wenig intelligent so genannte „intelligente Systeme“ sind. Er zeichnete dabei den Unterscheid zwischen Wissensdatenbanken und lernenden Systemen auf. Er warnte davor, im Umgang mit autonomen Systemen leichtfertig auf Einmischung und Mitbestimmung zu verzichten.
Der Ortsverein plant in diesem Jahr einen Workshop zum Thema Arbeit, der sich auch der oben genannten Aspekte annehmen wird. Auch der kleine Landesparteitag Ende April in Bruchsal wird sich diesem Thema widmen.