Blick hinter die Kulissen der AWO

Veröffentlicht am 30.10.2026 in Ortsverein
Blick hinter die Kulissen der AWO – Bild 1 von 4 Blick hinter die Kulissen der AWO – Bild 2 von 4 Blick hinter die Kulissen der AWO – Bild 3 von 4 Blick hinter die Kulissen der AWO – Bild 4 von 4

Blick hinter die Kulissen der AWO

Am 28. Oktober waren Mitglieder der SPD Ravensburg beim AWO-Kreisverband Bodensee-Oberschwaben zu Gast. Im Mittelpunkt stand die ambulante Pflege und die Sorge, dass die geplante Pflegereform vor allem eines ist: Ein Sparprogramm zulasten der Menschen.

Im Gespräch mit der AWO

Unter dem Titel „Blick hinter die Kulissen“ stellte Geschäftsführer Jochen Wolf die Angebote der AWO vor, darunter die Sozialstationen in Ravensburg und Friedrichshafen. Wir danken für den offenen und informativen Austausch.

Breiten Raum nahm das geplante Pflegeneuordnungsgesetz des Bundes ein. Nach Darstellung der AWO bringt es für die ambulante Pflege spürbare Verschlechterungen:

  • Die Einstufung in Pflegegrade wird erschwert.
  • Der Entlastungsbetrag von monatlich 131 Euro soll für Pflegegrad 1 entfallen; für die übrigen Pflegegrade wird er zu einem „Sozialraumbudget“, für das zugelassene Pflegedienste nicht mehr vorgesehen sind.
  • Verhinderungspflege soll es nur noch in akuten Fällen über ein „Überbrückungsbudget“ geben.
  • Die Pflegeberatung, bisher Aufgabe der zugelassenen Pflegedienste, soll ab 2028 zu den Pflegekassen bzw. Kommunen wandern.
  • Drei Jahre lang sollen Tarifsteigerungen der Pflegedienste nicht voll refinanziert werden.

Jochen Wolf machte deutlich: Das seien reine Einsparungen zulasten der Menschen, die gepflegt werden, und derer, die pflegen, ob privat oder beim Pflegedienst.

Unsere Haltung

Pflege zu Hause ist für viele Menschen in Ravensburg der Weg, möglichst lange selbstbestimmt zu leben. Wer hier kürzt, trifft Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und die Beschäftigten in den Pflegediensten gleichermaßen. Gute Pflege braucht verlässliche Finanzierung statt neuer Lücken.

„Wer gepflegt wird, verdient Würde. Und wer pflegt, verdient Unterstützung statt Sparprogramm.“

Gerd Gunßer, Vorstandsmitglied der SPD Ravensburg