von links: Herr Brehme, Frau Sawade, Herr Gerster, Herr RosinskiDie Verkehrsexpertin der SPD-Bundestagsfraktion für Baden-Württemberg, Annette Sawade MdB, hat am 22. September in Ravensburg die Baustelle der Ortsumfahrung RV Süd B 30 besucht und die dringende Notwendigkeit der Molldietetunnels vermittelt bekommen. Frau Sawade wurde von Martin Gerster, unserem Bundestagsabgeordneten aus Biberach, begleitet. Für die Ravensburger SPD nahmen Manfred Ströhm und Günther Biegert an der Veranstaltung teil.
Oberbürgermeister Dr. Rapp, Baudirektor Brehme vom Regierungspräsidium Tübingen und Bauleiter Herr Rosinski haben den beiden Abgeordneten den Stand der Bauarbeiten der B 30 und die Planungen zum Molldiete-Tunnel erläutert.
Der bereits begonnene Bauabschnitt von der Sendlinger Steige bis nach Karrer ist schon recht weit fortgeschritten und soll 2016 fertig sein. Zwischenzeitlich wurden auch die Arbeiten auf dem Abschnitt vom bisherigen Ausbauende bis nach Karrer aufgenommen. Die Freigabe ist für 2018 geplant. In diesem Abschnitt wird eine Bahnunterführung sowie ein 600 m langer Trog gebaut.
Der SPD-Vorsitzende wies auf die Bedenken der Anwohner in Oberzell und Bavendorf hin. An diesem Punkt dürfte noch einige Aufklärungsarbeit zu leisten sein.
Herr Rapp überreichte den beiden Abgeordneten ein Argumentationspapier zur Unterstreichung des dringenden Bedarfes für den Bau des Molldietetunnels. Er verwies auch darauf, dass sich die betroffenen Grundstücke im städtischen Eigentum befunden. Der Molldietetunnel könnte die prekäre Verkehrssituation in der Ravensburger Innenstadt mit bis zu 30000 Fahrzeuge je Tag deutlich verbessern und zusätzlich die Verbindung zur A96 verbessern. Er verwies auch darauf, dass die Projekte B30 und Molldiete in der Region parteiübergreifend Unterstützung finden.
Manfred Ströhm brachte noch die unverständliche Entscheidung von Verkehrsminister Dobrindt zur Elektrifizierung der Südbahn zur Sprache. Er verwies darauf, dass die Bürger erwarten, dass Zusagen, die im Rahmen der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 gegeben wurden, auch eingehalten werden. Er bat die Abgeordneten, die Region hierin zu unterstützen und beim Verkehrsminister auf eine endgültige Finanzierungszusage zu pochen. Herr Rapp unterstützte diese Forderung verbunden mit der Hoffnung, dass der Baubeginn nach Abschluss der Planfeststellungsverfahren beginnen kann.
Die beiden Abgeordneten haben neben Ravensburg auch noch Gaisbeuren, Friedrichshafen (Neubau B31 bis Immenstadt) sowie Ingerkingen, Warthausen, Ochsenhausen, Erlenmoos und Ringschnait (allesamt gewünschte Ortsumfahrungen) besucht.