SPD Ravensburg

Ravensburg bekommt ein neues Frauen- und Kinderschutzhaus

Veröffentlicht am 17.12.2025 in Kommunalpolitik

Ravensburg bekommt ein neues Frauen- und Kinderschutzhaus

Schutz vor Gewalt ist eine Daueraufgabe

Ravensburg bekommt ein neues Frauen- und Kinderschutzhaus. In der Dezembersitzung des Gemeinderates haben wir als SPD-Fraktion für diesen längst überfälligen Neubau gestimmt, da das bisherige Gebäude den Anforderungen nicht mehr genügt.  Doch für uns ist klar: Der Kampf gegen Gewalt an Frauen darf sich nicht auf bauliche Maßnahmen oder einzelne Gedenktage beschränken. Unser Landtagskandidat Paul Frank fordert deshalb ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das Täter stärker in den Blick nimmt und Betroffene nachhaltig schützt.

Die Zahlen sind alarmierend: Die Nachfrage nach Plätzen im Frauenhaus nimmt stetig zu, parallel zu einer steigenden Zahl von Gewaltdelikten. Ein Zustand, den wir in unserer „Stadt der Türme“ nicht hinnehmen wollen. Die Finanzierung des Neubaus, die durch Zuschüsse des Landes und städtische Eigenmittel gesichert wird, ist daher ein unverzichtbarer Schritt, um akute Notlagen aufzufangen.

Mehr als nur Symbolpolitik

Große Aufmerksamkeit erfährt das Thema häusliche Gewalt oft nur während der internationalen „Orange Days“.  Das reicht uns nicht. „Schutz für Frauen und Kinder vor Gewalt ist für uns ein Dauerthema“, betont unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Landtagskandidat Paul Frank.

Mit dem neuen Haus setzen wir eine zentrale Forderung der Istanbul-Konvention des Europarats um. Deutschland hat sich bereits 2011 verpflichtet, umfassende Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu ergreifen.  Doch Gebäude allein lösen das strukturelle Problem nicht.

Prävention und Härte gegen Täter „Das Frauen- und Kinderschutzhaus ist für uns nur eine Maßnahme, die wir hier in der Stadt umsetzen“, macht Paul Frank deutlich.  Wir müssen früher ansetzen und konsequenter handeln. Dazu gehören für uns:

  • Gezielte Aufklärung in Schulen, um Gewalt gar nicht erst entstehen zu lassen.
  • Juristische Härte durch konsequente Näherungsverbote.
  • Der Einsatz der elektronischen Fußfessel, um Täter effektiv zu überwachen und erneute Übergriffe zu verhindern.

Unsere Haltung ist klar: Wer Gewalt ausübt, muss die volle Härte des Gesetzes spüren, und wer Schutz sucht, muss ihn bei uns in Ravensburg finden. Das neue Frauenhaus ist ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge, aber wir werden uns politisch weiterhin dafür einsetzen, dass auch präventive und juristische Lücken geschlossen werden.  Wir stehen an der Seite der Betroffenen – an 365 Tagen im Jahr.