Jusos begrüßen die Außeinandersetzung mit neuer Schulform

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Der Kreisverband der Jusos Ravensburg ist über den erneuten Antrag der CDU-Gemeinderatsfraktion zu den Werkrealschulen verärgert und verwundert. Der zukunftsweisende Beschluss auf Ablehnung des ausschließlich schönfärbenden Schulmodells im November war ein starkes Signal an die bildungspolitisch überforderte Landesregierung. Mit einer erneuten Verhandlung wird dieses Verblassen und den Bürgern signalisieren, dass in Ravensburg so lange abgestimmt wird, bis die Ansicht der CDU zum Beschluss wird.

Die Jusos sind besorgt und verwundert wie resistent die CDU-Fraktion gegenüber neuen bildungspolitischen Erkenntnissen ist. Die ausschließlich zweizügige Werkrealschule nimmt den kleinsten ländlichen Hauptschulen die letzte Voraussetzung für ihr Fortbestehen. Zwar ist der Fortbestand auch einzügig möglich, jedoch nicht unter dem aufgehübschten Namen „Werkrealschule“, der deshalb von den Schülern bevorzugt werden würde.
Ein neuer Beschluss des Gemeinderates zu diesem Thema würde nicht nur viele Hauptschulen in ihrer Existenz bedrohen, sondern auch Spielräume und Mittel für modernere Schulformen verbauen. Diese Zementierung des dreigliedrigen Schulsystems, wäre ein äußerst fahrlässiger Rückschritt für die Region. „Die Jusos solidarisieren sich deshalb mit den Plänen eine Modellschule für längeres gemeinsames Lernen zu etablieren. Zukunft braucht eine breite Lobby“, so Juso-Mitglied Hannes Munzinger.

Die Jusos können außerdem CDU-Stadtrat August Schuler beruhigen: Ravensburg wird sich nicht vom Umland auslachen lassen müssen. Das Umland wird stattdessen Ravensburg beweinen, wenn es sich die Chance auf einen innovativen Schul-„Magnet“ selbst nehmen sollte.

 
 

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